Cevenolischer Sommer 2026

Eine Auflistung

Der erste Sommer ohne Poulet rôti (Grillhendl) bei der boucherie.überhaupt eine Not an Hühnereiern Mitte Juli bis Mitte August im Dorf.

Rege Aktivitäten: pétanque Spieler bis spät in die Nacht, Konzerte, klasssische und Populärmusik, volle cafés und lange Wartezeite in der Pizzeria am Abend, marchés Wochentags Mittwoch und Samstag, marchés nocturnes – Standler und Gastronomie und Musik, laute Musik. Fêtes dé villages – 3 tägig. Traditionelle Musik stimmt die Menge ein, und lässt sie abfeiern mit Disco bis zum Morgengrauen. der Höhepunkt der Feiern und Begegnungen.
Familie, Familie, Familie – und Freunde auf Besuch. Sie kommen aus den Städten Montpellier, Nimes, Marseille bisweilen Paris und sogar aus der Bretagne,und verbringen den Sommer im Familienhaus. Vide greniers– Häuser Flohmärkte und Aperos – Einladungen am späten Nachmittag oder Abend, bei sich oder auf der Straße Du Quartier. Es ist eine der ältesten Straßen hier im Dorf.

Dies geschieht im Großen vom 14 juillet bis 15 août.

Die Zwiebelernte der Spezialiät oignon doux erstreckt sich über 2,5 Wochen. Laster mit Erntehelfern auf der Pritsche, die bei Morgengrauen auf den verschiedenen placettes hingekahrt werden, wo die jeweiligen Bauern sie abholen. Schlaksige, große, dunkle Typen, die die Kapuze tief ins Gesicht gezogen haben.

Etwa zur gleichen Zeit, beginnen die Feigen am Baum im Garten reif zu werden. Ihnen macht die Hitze nichts aus. Das Wasser holen sie aus der Tiefe. Es ist feucht, weit unten. Ihre Wurzeln graben tief. Dieser Baum hat gute 5 Meter. An anderen Stellen sprießen die Feigenblätter wie bei uns der Löwezahn hervor. Gerne entlang von Mauern. Daran erkennst du die Feuchtigkeit.

Nach Maria Himmelfahrt entleert sich das Dorf, manche Wanderer kehren vereinzelt ein, Familien mit Kindern, die nicht an die Schulferien gebunden sind, finden sich ein. Es ist das Ausklingen des Sommers und trifft sich mit dem Wetterumschwung um den Vollmond im August. So erzählte es mir meine Schwiegermutter. Die Nächte werden wieder kühler, die Tage angenehm warm, nie mehr über 30 Grad. Gewitter werden heftiger und Regen fällt auch bis zu einer Stunde, und nicht nur nieseln während zehn Minuten. Der Fluss ist angenehm, aber kühl bei 20 Grad im Vergleich zu 24 Grad Ende Juli. Bald werden die Barrieren des Wehrs, das den Fluss so wunderbar zu einer großen Badewanne gestaut hat, hochgezogen und der Fluss darf wieder seinem natürlichen Tempo folgen.

Eine erste Schafherde, die vom Sommer am Aigoual Massiv zurück ins Tal gekehrt ist und auf der struppigen Wiese neben der Straße grast. Wir folgen ihrem Weg durchs Dorf entlang der grottes Kügelchen.

Der erste Sommer ohne Glocken, die halb- schlagen. Früher, während schlafloser Episoden, konnte man die Uhrzeit in der Nacbt mitzählen. Eine Glocke zur halben Stunde, die volle Stundenanzahl zu vollendeten Stunde. Am Tag zwei Mal, um drei Minuten zeitversetzt. Jetzt schlagen sie nur mehr um 8 in der Früh, um 12 zu Mittag und um 19 Uhr am Abend. Und Sonntags rufen die Glocken die letzten, auch hier aussterbenden Gläubigen, in die Kirche. 10 Uhr 40 für die Messe um 11 für die Protestanten. Die fünf unterschiedlichen christlichen Gemeinden hier im Dorf sind ein Phänomen und später mal einen eigenen Beitrag wert.
Schreibt die Frau auf einem Sofa unter dem Dach des Gebäudes, das den Methodisten viele Jahrzehnte als Presbyterium diente.



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